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Gedichte über Sex und Sexualität - Seite 21


Turn me on!

Musik an und ich hab dich im Sinn
wie du dich bewegst, tänzelst, lachst
schon sehe ich dich als Hauptgewinn
weil du mich überglücklich machst

dein ganzes weibliches Wesen ist heiß
dein Sexapeal ist nicht von dieser Welt
um dich dreht sich alles, als der Beweis
du bist als Venusbotschafterin abgestellt

ich will dich einfangen
mich bei dir einhängen
in deinen Hüftschwung gelangen
mich dazwischen zwängen
dein Rhythmus macht befangen
will mich in dich drängeln

jede Richtungsänderung erleben
mich mit dir aufregend bewegen
bin deinem Blick längst erlegen
deine Erotik ist so verwegen
ich werd mich dir ergeben
nur deiner Künste wegen

will dich weiter Tanzen sehen
deinen Kurven nicht widerstehen
schon beim Zusehen dich lieben
deiner Schwingung am Erliegen
deine Ekstase will ich probieren
mit dir taktisch eng melodisieren

jeder Dreh eine Sensation
jeder Kick eine Kontraktion
ein Salve an Muskelzuckern
fließt herab an dir wie Butter

Wellen wilder Weiblichkeit
jede Woge mich voll erwischt
deine einzigartige Lüsternheit
überhitzt mich mit deiner Gischt

du lässt jetzt keine Gnade walten
kennst mit mir jetzt kein Pardon
ich soll dich ja ganz aushalten
bis zum letzten Takt und Ton

du bestimmst, wann es soweit ist
willst mich bis zum Finale haben
wenn du mit deinem Tanz fertig bist
erst dann, wirst du Stop sagen ...

mit noch eindeutigeren Posen
gestikulierenden Hinweisen
bist du jetzt innerlich am Tosen
dein Verstand will ausreißen

deine Sinne sind deaktiviert
dein Zentrum voll fokusiert
deine Bewegung angehalten
Anderes ist beim Entfalten

ursprüngliches Auskeuchen
Stromschläge erblitzen
allmähliches Ausleuchten
Tänzer, die ausschwitzen ...

turn me off!

© meteor 2025
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Wo hörst du auf, wo fange ich an?

Auf einem Strand lieben wir uns im Sand,
die Sonne bedeckt uns bei unserem Spiel,
eine riesige Sinnflut reißt uns vom Land,
zieht uns hinein in ihren Ozean aus Gefühl.

Wir treiben in einem Meer von Sinneswellen,
sind untereinander über Lustknoten verknüpft,
sind zu Wassertropfen gewordene Tierzellen,
in deren Oberflächenspannung eingeschlüpft.

Unsere Gedanken laufen über enge Sinnesfäden,
ein Bewusstsein kontrolliert unseren Fluss,
stürmische Gehirnströme verursachen Schäden,
Sinnüberflutungen münden in Hochgenuss.

Die Reichweite deiner Berührungen so zu spüren,
gleicht der des Sonnenlichts in einer dunklen Realität.
Unsere Sinnlichkeit besteht aus reinen Ungetümen,
jedes droht mit einem Rausch purer Intimität.

Die feuchtwarme Beschaffenheit deiner Lippen
lässt feine Nuancen unserer Küsse verschwimmen,
deine Wölbungen erscheinen in Form von Klippen,
an jeder davon möchten meine Tropfen kollabieren.

Sanftes Zittern jedes Mal, wenn ein Tropfen zerspringt,
seine Sinnfunken andere von uns in sich aufnehmen,
die Spannung unserer Oberfläche neu abgestimmt,
Grenzen zerbröckeln, weil wir sie weiter ausdehnen.

Welle für Welle, in der wir gemeinsam ausgleiten,
ist eine Umarmung, die uns unendlich umschließt,
tief unter die Meeresoberfläche wir uns ausweiten,
einen Ozean ohne Grund man endlos genießt.

Von uns durchnässt, durchströmen unsere Tropfen,
unsere Aderfäden sind an ihren Enden ausgefranst,
wie Quallen unsere Herzen elektrostatisch klopfen,
in sich ertränkte Seelen ergänzen sich im Wellentanz.

Unsere Sinneskurven liegen eng aufeinander,
in Gefühlsinterferenzen überlagern wir auf uns,
wie zwei Zitteraale schwingen wir ineinander,
Reizblitze durchzucken uns in bizarrer Kunst.

Nach zeitlosem sinnigen Hochspannungsanbahnen,
bauschen wir uns zu einer Erregungsamplitude auf,
in unseren Tropfen zieht sich alles zusammen,
in einer Flutwelle drücken wir zur Oberfläche hinaus.

Meterhoch aufgebäumter hochenergetischer Wall,
ein explodierender Geysir in eruptiver Fontäne,
vom Wellenkamm ab bahnt sich dann der Schwall
als Tsunami seinen Weg Richtung der Strände.

Am Sandufer angebrandet, die Remetamorphosen,
flüssige Lippen und Zungen noch eng vermischt,
die Lungen geflutet von reanimierenden Luftdosen,
Zellen bleiben zurück aus der Wellenrauschgischt.

Unsere nassen Körper entspannt im Sand liegen,
betrachte dich entlang der Brandung deiner Küste,
bin deine ausklingende zarte Flut am Wiegen,
schreien laut auf nach dieser Reise der Lüste.

Wo hörst du auf, wo fange ich an?
Die Antwort heißt
"gemeinsam"

© meteor 2025
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