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Gedichte über das Miteinander - Seite 4




Nostalgie

dieses Gefühl der Nostalgie ist keinem fremd
sich wehmütig nach vergangen Zeiten sehnt
wär es wie damals, man sich viel glücklicher wähnt
als man es heute mit dem ganzen Mist so kennt

durch ein Foto, ein Spielzeug aus Kindheitstagen
erinnert man sich bevorzugt nur an schöne Dinge
verklärt, was sich so herzlich zugetragen
ignoriert alles, was heute misslich klinge

früher war bei Weitem nicht alles viel besser
wir waren nicht ehrlicher als heute oder morgen
auch damals töteten Menschen mit Messern
nur hatte man ihre Taten nicht stets um die Ohren

das Leid durch Menschen anderen angetan
verstört die Menschheit seit ihrem Gedenken
ohne den ständigen 'Schlimme-Nachrichtenwahn'
konnte man sich leichter mit Anderem ablenken

man hat auch damals nicht die Augen verschloßen
vor Dauerkrieg und stets Unrecht auf der Welt
multimedial wird man rund um die Uhr beschoßen
viel Fake News und Panikmache ist was zählt

Nostalgie heisst nicht, die Realität zu verdammen
es sind schöne Erinnerungen an einstige Jahren
die uns geschönt aufzeigen, woher wir einst kamen
die uns hilft, unsere Menschlichkeit aufzubewahren

Da waren die Tage, als Lachen das Haus erhallte!
Mach doch, dass es wieder so sein kann...
Kein Lachen, weil wir geneinsam was beweinten!
Wo ist das Mitgefühl heute, wo der tröstende Arm?

Wir rannten, fielen hin und standen wieder auf!
Wieso nehmen viele Gestürzte achtlos in Kauf?
Es leben heute viel mehr Menschen auf der Welt,
mit dem Zuwachs der Egoismus mehr Einzug hält.

wenn sich mehr von den "früher-war-alles-besser"
selber nach ihren Erinnerungen richten würden
die Welt um sie herum wäre ohne Messer
zwischen ihren Zähnen .. und Verschwüren
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meistens ...

meistens lernt man sich fröhlich kennen
mit einem Lächeln im Gesicht ...
meistens entrinnen aus Augen Tränen
bei einem liebevollen Abschied ...

meistens genießt man die guten Zeiten
die zu zweit unbesorgt erfreuen ...
meistens zerstören häufige Streitigkeiten
Probleme verjagen die Untreuen ...

meistens erkennt man erst in der Not
wer zu einem hält, zu einem passt ...
meistens wird jemand zum Rettungsboot
der sich für einem ein Herz fasst ...

meistens kommt zurück in eigener Not
will seinen Platz im Rettungsboot ...
meistens fällt herein, wer zuvor verlassen
der eigene Retter findet's nicht gut ...

meistens wiederholt sich dieser Kreislauf
festgefahrener Charakterzüge ...
meistens gibt all das doch Rätsel auf
sieht zu gern darin Formen der Liebe ...

meistens scheint für die viel die Sonne
bei Schlechtwetter reisen sie ab ...
meistens erleben sie kaum Probleme
fühlen sich unwiderstehlich, stark ...

meistens fahren die Anderen Achterbahn
durch Hoch und Tiefs geht die Tour ...
meistens spüren sie sich intensiver dann
umso fester ist ihre eingravierte Spur ...

meistens fühlt der Andere nur flüchtig
wenn, dann auch nur sich selber ...
meistens bis ins hohe Alter selbstsüchtig
kümmern sich um sie fremde Pfleger ...

meistens erkennt zu spät, wenn wer liebt
für wen man sich aufopfert, gibt ...
meistens bereut man lange, bis man sieht
der äußere Schein nie genügt, trügt ...

meistens fragt man, was ist mit den Andern?
die treudoof wachsam mäandern ...
selten sie ihr eigenes Glück woanders fanden
ihr Herz war von Anfang an ...
an einem andern sich klammern...

© meteor 2025
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