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Gedichte über Lustiges - Seite 228


Sich eine Angel angeln

„Sich eine Angel angeln“ von Martin Turkamani

Ob der Bäcker alles gebacken bekommt?
Ob manch‘ Frisör Haare auf den Zähnen hat?
Manch‘ Koch bestellte sich sein eigenes Essen in seinem Restaurant,
manch‘ Apotheker bediente sich an seinem Medikamentenvorrat.

Ein Bitte: Sag auch mal Dankeschön.
Vom Nikotin entwöhnt, daran gewöhnt?
Drauf und dran, nicht draufzugehen.
Drankommen, Depeschen verdreschen, Umgehungstraßen umgehen.

Ich nehme es Übeltätern übel, da derren Übel auf ihre Kappe geht, doch es kriegt mich nicht
klein, auch wenn mir manchmal übel ist, wird letzteres wohl das kleinere Übel sein.
Manche Kritiker kritisieren manche Kritik, wein‘ deswegen nicht bei jedem Glas Wein.

In einem Gang, vereinzelt, Einzelgänger antreffen,
über Gangschaltungen schwätzen.
Automatisch oder klassisch,
Automatismen in der Klassik,
Automat auf einem Tisch,
Klasse auf dem Tisch eines Lehrers, Tisch zerbricht.

Sich eine Angel angeln,
Wechselkurs, Geld für Geld bezahlen.

Ein Baum fällt auf einen Spaziergänger, Fall bald vor Gericht,
Eigentümer des Baumes mit fahlem Gesicht.

Manch‘ angreifendes, langes Elend belangen,
nicht danebenlangen,
auch wenn die Wangen wanken,
nur kleine Schrammen, den Selbstverteidigungskurs verstanden.

Langusten, lang‘ husten, nicht alle Birnen glühen,
über einem Artikel über „das Brüten“ brüten.

Glas mit Wasser fällt runter, Wasserfall?
Tempo 30 + 3 km/h ist noch legal.

Kabeljau, Kabelklau, Kabel durchgekaut, das Thema „Kabelfernsehen“ auch.

Frühblüher, Spätzünder,
mittelklassige Unternehmensgründer.

Sich über die Unterhaltungsbranche unterhalten,
beim Unterhaltzahlen ruhig verhalten.

Gastritis zu Gast, wenn auch nicht gern gesehen.
Gast Iris, ihr Bild in der Pupille, wünderschön, Mist: geblinzelt, aus Versehen, schon fast ein Vergehen.

Eine fünf Minuten lange beziehungweise kurze Zeit im Langzeitgedächtnis abgespeichert,
rechtzeitig zeitlos geworden.
Der Zenit der Sonne im hohen Norden,
von einem Ein-Mann-Betrieb wurde ein Mitarbeiter abgeworben.

Unter der Hand: war nichts drunter.
Beim Verkauf von Plunder nicht flunkern, ein Schuh ist kein Holunder.

Fiktiver Benutzerhinweis: Benutzer haftet für Mitnutzer, für Nutznießer,
für das Niesen beim Nutzen und für die enttäuschten Mitglieder.

Der Lernstoff: Nährstoff. Langsam dem Stoff nähern,
mit einem Cheeseburger im Mund für das Fach „Ernährungswissenschaften“ lernen.

Tratsch und Klatsch, klatschen, abklatschen,
das „Machen von manchen Sachen“ mal vormachen und mal nachmachen.

Mal gilt für Unikate, Duplikate oder Replikate: Prädikat: wertlos.
Gokart in voller Fahrt von einem Formel-1-Auto nicht eingeholt?

Der da sagt: „ Der Gerät, dem Rechtschreibfehler,…“,
der gerät nicht zwangsläufig unter die Räder.

Sprachgebrauch, Sprachverschleiß?
Lebenslauf, Laufbahn vereist?

Eine, mit Schokolade ummantelte, Mandel im Mantel, Trenchcoat,
eine, unbehandelte entzündete Mandel im Korpus, tot.

Handlung: frei erfunden, Handlungsspielraum begrenzt.
Die Entwicklungen im Handel hoffentlich nicht verpennt, den Minidisc-Player verschenkt.

Die gebeutelte Beute einer Beutelratte.
Eine Kängurubeutel ist kein Geldbeutel von einem Guru.
Leute von heute erklären auch Mathe,
und manche sogar die verschiedenen Bedeutungen von Uhu.

Etwas mitgenommen sein und dennoch etwas mitnehmen,
leicht benommen sein, dennoch halbwegs benehmen.

In der Chemie: Eine gefährliche Bindung
in einer Verbindung,
es macht rums, trotz Verwunderung:
die Verwundung verbinden.
Manches auszudiskutieren: indiskutabel, das Begründen ergründen.

Folgendes Foto abfotografieren: Ein Foto von einem Graf, der einen Fotograf fotografierte.
Ein weiteres Foto: Schafe weiden zwischen einer Weide und einer Birke.

Die Kompetenzen von kompetenten Mitarbeitern erweitern,
Trends von Tendenzen herleiten.

Manches geschieht aus Jux und Tollerei,
Wen juckt’s ? In Maßen gehört es zum Einheitsbrei.

Yucca Palmen jucken den Nordpol wohl nicht,
jemanden mit Palmenfrüchten auf die Palme bringen, bis er oder sie oben ist
und dort oben dann doch diese Früchte isst?

Auch Kommunikationswissenschaftler kommunizieren,
auch Schauspieler gucken Fernsehen, auch Models haben eine oder zwei Nieren.

Sich etwas verhalten verhalten.
An einen Freund: „Sei fair, Walter, wenn der Verwalter kommt, sonst ist der ungehalten.“

Etwas an der Tafel mit Kreide ankreiden.
Die Haare eines Schneiders schneiden.

Sein Los kritisieren, dennoch heißt dieses Los nicht: „Kritiklos“.

Die Schilddrüse einer Schildkröte, das Düsen ist ihr nicht lieb.
Ritter im Jahre 3000: Schwert und Schild mit
Düsenantrieb?
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Geh‘ in die Lehre und nicht in die Leere

Geh‘ in die Lehre und nicht in die Leere von Martin Turkamani

Was weiß man schon vom Weißkopfseeadler und von Weißrussland?
Weiße Wände, weiße Haare, weise Wirtschaftsweisen, Neuanfang.

Tanker tanken beim Tankwart, ohne Tanga, in Tanga.
Mit dem Flieger landen, um bei ihr zu landen, Panther traf Panther.

Keine Symptome, doch zu hohe Drehzahl?
Ein Schablone von einer Marone, auszählen im Boxring, auszählen bei der Wahl.

Kontakte knüpfen, verknüpfende Kontakte,
Taktstock erläutert die Takte,
Computerprozessor zu hoch getaktet?

Werden zu hoch frequentierte Töne von der Wand absorbiert?
Der Ton, der seine Klangfarbe verliert.

Erfolgreicher Motivationsprozess vom Richter im Gericht, nach dem
Mittagsgericht.
Den Anwalt walten lassen, ein pflichtbewusstes Gesicht ist keine Pflicht,
hat gegebenfalls aber Gewicht.

Wichtig: Gewichte richtig stemmen,
beim Bauchmuskeltraining nicht flennen.
In einer Quizshow drei Trapezkünstler benennen,
vor einem Wegrennenden wegrennnen?

Wer rastet, der rostet,
doch wer rast auf dem Ross weg?

Zu tief ins Glas geschaut,
glasiger Blick schielt geradeaus ?

Ich habe einen Lauf,
gebe auch mal einen Laufpass,
alles läuft gut, es geht bergauf,
an dieser Stelle kein Fauxpas.

In der Stille ein Kind stillen,
in den Ehemann eine Chipstüte reinfüllen.

Wiege die Liege, in der ich schief gelegen habe, ich hoffe es kommt nicht ungelegen.
Über Übergewicht redet man mitunter nicht, denn es macht verlegen.

Den Termin vielleicht verlegen, analysiere gerade den Ablauf vom Wettlauf, zum Haareraufen, die Nackenhaare stellen sich auf,Mist, die Hose mit Senf eingesaut.

„Schöner Fluss, Herr Regisseur, haben Sie die schöne Saar im Kasten,
ohne die Sarkasten?“
„Na klar, die konnten ja auch nicht die Faxen lassen, dass muss Ich Dir doch nicht noch faxen.“

Ein Pulk vorm Pult,
ein sich raufender Haufen, ob sie Hufe klauten?
Wasser kann auslaufen,
nach dem Training langsam auslaufen,
wenn schon am Rauchen, dann auch Filter gebrauchen.

Wasserdampf, Dampf auf dem Wasser in der Shisha,
Visitenkartenliebhaber, La Dolce Vita ohne Dolche ist mir lieber.

Farblose Vorstellung im Schwarz-Weiß-Film,
schlaflos im Fahrradhelm.

Beim Alt Singen nicht alt aussehen,
Körner aussäen,
alte Menschen verstehen,
Erinnerungen wiederbeleben.

Eine formale Norm in Topform,
Tontaubenschießen auf einer Plattform.

Platte Füße, Musik auf einer Platte,
was man nicht alles hatte.
30 Watt entzündete Watte, Lattenrost, Cafe Latte,
warte auf der Sternwarte.
Beim Raten beraten, eine rare Ware,
Haare wuchsen über manch‘ Narbe.

Safran im Schlaraffenland,
Rechts vor links, ist die Ampel nicht an.

Die Wachtel, beschrieben in Schachtelsätzen,
danach den Spachtel nicht mit Sprache verwechseln.

Ein Filialleiter und sein Begleiter stehen an der Feuerleiter
und geben die Brandschutzverordnung weiter,
zum Glück jedes Jahr dieselbe Leier.

Ein Stuhl im Gang ist kein Stuhlgang,
Fließbänder herstellen am laufenden Band,
man tut, was man kann.

Einen Wechsel verwechseln, kann passieren.
Den Vermieter nicht stressen, doch „lebe allein mit 200 Haustieren.“
Milben all inclusive in einer ransigen Jugendherberge,
plus Bergsteigen auf 20 Meter hohe Berge,
dabei Zelten neben einer Kuhherde,
Methangas gibt’s gratis, da lachen selbst die Pferde.
Dann gibt‘s noch anstatt einer Schere eine Scherbe,
das ganze Paket, falls existent, würde kaum was kosten, außer das Erbe.

Es wäre mir eine Ehre für Dich eine Ähre zu besorgen, doch ich stehe gerade im Stau.
Doch der Satz: „Geh‘ in die Lehre und nicht in die Leere“ war mir eine
Lehre, doch genug für heute, Schule ist aus.
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