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Gedichte über Liebe - Seite 2670


Die Ballade vom zerbrochenen Glück

Es kam einst ein braver Wandersmann,
in ein fernes Städtchen gezogen.
Eine Kunde, von der man noch heut´ erzählt,
wo die Liebe hat ihn bis zum Tod gequält,
ihn schon bald ausgelacht und betrogen.

Ein Mädchen, so zart wie der Morgentau,
mit wallendem Haar, wie aus Golde,
und mit Augen so schön, wie des Himmels Blau,
trug die Anmut und Schönheit kokett zur Schau,
dass die Männerwelt ihr nur sei holde.

Bald schon spürte sein Herz ihren sanften Blick,
und die Liebe erweckte ein Feuer,
dass er nun seine Wanderlust vergaß,
die ihm einst war des Lebens schönster Spaß,
nichts war ihm, so wie sie, lieb und teuer.

Doch er wollt es versuchen, ein neues Glück,
sah die Lippen, voll himmlischer Süße.
Die Verführung umschlang ihn bald, Stück um Stück
und die Nacht machte klar, es gab kein zurück,
kein Gedanke, dass er sie verließe.

Und es war so, als sei ihm der Himmel nah,
wenn sie in seinem Armen erwachte.
Er hörte nicht, was um ihn herum geschah,
und man über ihn nun schon ein ganzes Jahr,
nur noch mitleidig sprach und auch lachte.

Es war zu der dämmernden Abenstund´,
als sie kamen, um ihm zu berichten,
lange saßen sie, an des Tisches Rund,
taten ihm vom Vergehen der Liebsten kund,
er zerbrach, an den Liebesgeschichten.

Man fand ihn dann, am nächsten Morgen schon,
auf dem Dorfplatz an baumelndem Stricke.
Das war also der Liebe letzter Lohn,
die ihn einst setzte hoch, auf des Glückes Thron,
doch ihn täuschte, mit schmeichelndem Blicke.
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