Profil von Wolfgang Scholmanns

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Anzahl Gedichte: 57
Anzahl Kommentare: 52
Gedichte gelesen: 1.629 mal
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Titel
57 Konstruiert 19.04.26
Vorschautext:
Gern schafft sich der Mensch
ein Bild von der Welt,
das die Realität
in den Schatten stellt.
Weit entfernt von den Farben
der Wirklichkeit,
schaukelt er auf dem Trug
der Geborgenheit.
56 Endstation 19.04.26
Vorschautext:
Allein, mit Gedanken an dich.
Einsamkeit liegt auf dem Weg,
dort am Strand,
wo die wilde Kraft der Wellen
müde Schritte umspült.
Der salzig frische Atem des Meeres
berührt die Lippen und
wehmütig klagt das Rot des Abends
im Abschied.
Verlassen kränkelt die Zeit,
denn es gibt keine Flut,
die das Herz berührt.
55 Traumes Spuk 18.04.26
Vorschautext:
War's Einsamkeit,
die aus der Stille rief,
war es die Nacht,
mit wildem Traumesspuk?
Vielleicht ein Zeichen,
aus der Seele tief,
ein heller Stern,
oder ein Sinnestrug.
Ein wirres Bild,
des Strudels ewiger Grund,
blau winkt ein Lachen,
schmückt der Seele Glanz.
...
54 Lebenswege 18.04.26
Vorschautext:
Tagerwachen,
am Horizont knistert Morgenröte.
Leises Quellrauschen,
hin zum Getöse.
Abschiedsnoten warten,
öffnen Mündungsschranken.
Kurz nur zu Gast,
doch viel verpasst.
Dem Ruf der Stille folgte Hast.
53 Müde Stunden 17.04.26
Vorschautext:
Warte noch, die Zeit schreitet voran,
doch fehlt der letzten Stunde die Reife.
Leg' dein Lächeln in ihren Schoss.
Wenn Wärme dein Antlitz streichelt,
kehre um und suche nicht.
Am Ufer schmilzt schon der Glockenklang.
52 Stiller Waldsee 16.04.26
Vorschautext:
Stiller Waldsee im Nebel, bist so lang mir vertraut,
sitz hier manchmal mit Sorgen und Klagen.
Hier entrinnt meiner Kehle manch` verzweifelter Laut,
der so tief in der Seele vergraben.

Als ich dich einst entdeckte, als verlassenes Kind
voller Angst, in Erwartung auf Morgen,
wich er von mir, der kalte, fressende Wind
spürte Stille, war frei und geborgen

Du beruhigst meinen Geist, weckst die Ruhe in mir,
schenkst Gefühle, vom Frieden getragen.
...
51 Morgenzauber 15.04.26
Vorschautext:
Zauber bewegt, des Morgens schönste Wesen,
aus der Natur, ein zart gewebtes Bild.
In Augen die es betrachten, darf ich lesen,
dass sich ein Herz mit Dank zur Schöpfung füllt
So klein und doch, ein Wunderwerk des Lebens,
das Last und Kummer im Moment verdrängt.
Das Grau der Welt, sucht hier den Weg vergebens,
es lacht die Liebe, die den Frieden lenkt
50 Arm und reich, im Abschied gleich 15.04.26
Vorschautext:
Leben blättert in den Jahren,
gewebt wurd´ mancher Konstrukt,
im Bestreben und Erfahren,
Fehltritte, die Auftrieb waren,
mal ganz oben, mal geduckt.

Oben weicht des Weges Stille,
prahlt oft Rücksichtslosigkeit.
Stark prunkt die Gedankenhülle,
schöpfen aus des Habgiers Fülle,
blind für Armut oder Leid.

...
49 Werte und Sinnestrug 14.04.26
Vorschautext:
Ewiger Fluss,
Quelle vor Schöpfung Kraft,
Keim der Geburt,
die Daseinswandel schafft.
Kindheit, so unberührt und frei,
zart weht der Frühlingswind,
im jungen Mai,
wo bald der Sommer webt,
am Jugendtraum,
der Wunsch sein Zepter hebt,
an Sturm und Dranges Saum.
Herbstbunt, im wilden Flug,
...
48 Augenblick 14.04.26
Vorschautext:
Ein Augenblick,
durch zartgewebten Spalt,
öffnet den Weg
zu tiefem Herzensgrunde.
Streift´sanft
den Sonnenstrahl,
spürt den Moment
und bald,
schaut er den Wert,
der mehr wiegt
als die Stunde.
47 Die Ewigkeit lächelt 13.04.26
Vorschautext:
Konstrukte, im Fluss der Gedanken,
bewegen den unruhigen Geist.
Lösungen geraten ins Wanken,
Erkenntnis vor warnenden Schranken,
wo das Ziel um den Mittelpunkt kreist.

Zum Tempel der Schöpfung zu dringen,
verloren, das letzte Tabu.
Mit göttlichen Kräften zu ringen,
die Mächte des Seins zu bezwingen,
die Ewigkeit schaut lächelnd zu.
46 Spuren verwehen 12.04.26
Vorschautext:
Leis weht der Wind durch Lichtgespenster, sanft zitternd winkt der Spinne Kunst,
ein letzter Schatten streift das Fenster,
im Abschied liegt der Sonne Gunst.

Stummer Griff nach den Abendstunden,
das Sichelbild des Mondes lacht.
Fuchs und auch Dachs auf Beuterunden,
des Todes Atem ist erwacht.

So liegt in Stunden die vergehen,
zur Nacht manch letzter Augenblick.
Des Raubtier's Spur wird bald verwehen,
...
45 Heimathafen 12.04.26
Vorschautext:
Schau, wie's im Hafen treibt,
zurückgekehrt von stürmisch langer Reise.
Und endlich hat erfahren,
dass ein Teil der Seele bleibt,
wo endlos lang die Heimat die Erinnerungszeilen schreibt,
von mageren und erntereichen Jahren.

Oft war's nur eine Flucht,
aus Tälern, die bald drohten zu versinken.
Steinig war mancher Weg,
ins Land der unbekannten Sucht,
kein Strand, nur weites Meer
...
44 Träume im Meer der Nacht 11.04.26
Vorschautext:
Wohin ich geh,
gewebtes Blau,
gleich eines Spinnennetzes Form,
in jede Richtung die ich schau.
Bewegt vom Sonnenschein,
so kraftvoll, strahlend rund,
tänzelnde Blüten sprießen,
aus des Zaubers Bunt.
Vergessen liegt,
das Meer der Nacht,
die mich in Stürmen kalt und rau,
tief in des Winters Abgrund warf,
...
43 Geisterstunde 11.04.26
Vorschautext:
Dumpf klopft der Regen an mein Fenster,
Sturmwind pfeift durch die finstre Nacht.
Ein Schattenspiel bewegt Gespenster,
die Geisterstunde ist erwacht.

Bäume neigen sich tief zur Erde
Äste ächzen im wilden Wind.
Der Mond lugt durch die Wolkenherde,
tosende Wellen im Fluss, geschwind.

Ein Feuerpfeil zuckt über Gassen,
Donner der aus dem Dunkel bricht,
...
42 Der Kellner stahl dem Gast die Frau 10.04.26
Vorschautext:
Ein Abend mit Romantik pur,
im Schimmer milden Kerzenlicht´s.
Fragend blickt ein Gast auf die Uhr,
warum serviert der Kellner nichts?

Doch da, er rast geschwind herbei,
sein Kopf ist rot und wild das Haar.
Hab fast vergessen euch, ihr Zwei
ihr seid ein wirklich hübsches Paar.

Zwei Gläschen und ne Flasche Wein,
hab ich euch schon mal mitgebracht.
...
41 Leben, das neu erwacht 10.04.26
Vorschautext:
Im tiefen Tal, ein trübes Licht,
verwehrt den Blick zurück.
Erinnerungen gibt es nicht,
es ist, als ob das Ziel zerbricht,
leer blieb der Griff zum Glück.

Die Zeit hat stumm am Grab gewebt,
es schmolz der Schönheit Glanz.
Stille, die sich ins Leben legt,
wenn bald der Weg zum Abschied strebt,
lächelnd, zum letzten Tanz.

...
40 Zeit des Abschieds 08.04.26
Vorschautext:
Einsamkeit liegt auf dem Weg,
dort am Strand,
wo die wilde Kraft der Wellen
meine Schritte umspült.
Der salzige Atem des Meeres
berührt meine Lippen,
wehmütig klagt das Rot des Abends
im Abschied
Verlassen kränkelt die Zeit
und es gibt keine Flut,
die das Herz berührt.
39 Angriff der Alliierten 1945. Wahre Geschichte 08.04.26
Vorschautext:
Weinend sitzt ein kleiner Junge in einem Trümmerfeld.
einer vor ein paar Stunden bombardierten Häuserreihe schwebt in der Luft, ab und zu hustet der Kleine.
Bei einem Bombenangriff der Alliierten, saß er ängstlich in einem der Luftschutzbunker, in den ihn seine Mutter geschickt hatte. Sie konnte nicht mitkommen, da eine Fußverletzung ihr zu schaffen machte.
Letzte Woche noch war der Bunker, nach einem Bombentreffer, nicht mehr zugänglich gewesen. Bürger der Stadt hatten die Treppe und den Eingang mühselig wieder freigelegt.
„Die Decke hat auch schon Risse“, sagte ein älterer Herr, der neben dem Jungen hockte. „Den nächsten Treffer wird sie nicht überstehen.“
Ein armamputierter Mann in Uniform meinte:
„Wer oder was wird diesen schrecklichen Krieg überhaupt überstehen?“
Die Fliegerstaffel der Alliierten war von der linken Rheinseite aus gestartet und ließ ihre Bombenteppiche auf das niederrheinische Städtchen Wesel fallen. Jedes mal, wenn der Bunker unter dem herabfallenden Tod erzitterte, schrie der Junge ängstlich und klammerte sich an den Alten. Der hielt ihn fest, streichelte ihm übers Haar und fluchte: „Scheiß Pack, soll euch der Teufel holen.“
Erst Stunden später gab es Entwarnung. Jemand öffnete die schwere Stahltüre. Ein paar Betontrümmer lagen auf der Treppe, waren aber kein großes Hindernis auf dem Weg in die „Freiheit“.
Nach diesem Angriff war die einst stolze Hansestadt mit ihrer Altstadt, der ehemaligen Mathenavorstadt, dem Schillviertel und fast sämtlichen Kirchen, nahezu vollständig zerstört. Die Bomben der Alliierten hatten ganze Arbeit geleistet.
Der Kleine wollte schnell nach Hause, zu seiner Mutter. In den Stunden die er im Bunker gesessen hatte, musste er immer an sie denken. Hoffentlich war ihr nichts passiert.
Ganze Straßenzüge standen in Flammen und ab und zu vernahm er das Toben explodierender Tanks. Schwer hingen Rauch und Staub in der Luft, erschwerten die Sicht und das Atmen. Er kletterte über Trümmer, trat manchmal auf Tote oder Verwundete, die überall herumlagen. Schließlich hatte er seine Straße gefunden. Ihr Haus stand noch, zumindest Teile davon. Von den angrenzenden Häusern schienen nur noch die Frontmauern und ein paar andere Wände zu existieren. Unter einem der Fenster lagen sein Freund Karl und dessen Oma oder besser das, was von ihnen übrig war.
...
38 Klänge aus alten Zeiten 08.04.26
Vorschautext:
Wenn noch die Welt im Schlafe liegt,
zieht ein besonderer Duft,
durch den so frisch erwachten Tag,
den noch zuvor die Nacht verbarg,
erfüllt die klare Luft.

Der Bäcker hat, zu halber Nacht,
den Ofen schon erhitzt.
Das Brot, es glänzt so knusprig braun
und lustig ist es anzuschau´n,
der Lehrbub schnauft und schwitzt.

...