Es scheint, als wäre die Welt entstellt,
kein Glanz, kein Ort, der noch gefällt.
Die Farben blass, das Licht verzerrt,
der Blick auf Schönheit bleibt verwehrt.
Man sucht nach Flucht, nach einer Spur,
durch Risse in der Kreatur.
Es brennt im Herzen, man will schrei‘n,
doch Tränen sickern still hinein.
Und doch – im Schatten reift ein Glanz,
ein tiefer, stiller Lebenskranz.
Denn wer die Dunkelheit durchmisst,
weiß erst, was Licht tatsächlich ist.
Kein Glück fällt leicht als flücht’ger Schein,
man dringt nur tief durch harten Stein.
Nur wer im Schatten weitergeht,
begreift, worauf sein Leben steht.