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Gedichte Über Gedanken - Seite 612


Wenn ich gehe, gehst du mit!

Egal, wo ich auch hingehe,
du begleitest mich
bist wie der lästige Schatten,
den ich nicht loswerde.
Treibst dein Unwesen Tag und Nacht,
gibst keine Ruhe
saugst mich aus und verspottest mich.

Gehst sogar soweit,
dass meine Gedanken abdriften
in die unendlichen Tiefen meines Daseins.
Entziehst mir Hoffnung und Lebendigkeit,
bin eine Närrin zu glauben,
es ist bald vorbei.

Seit einer gefühlten Ewigkeit
bist du schon da,
kann dich nicht gebrauchen,
sehe nichts positives
in deiner Art und Weise,
mich zu zerstören.
Was ist dein Ziel?
Mein persönlicher Untergang?

Sehe nur Dunkelheit in alles und jedem,
kann nichts schönes
in dieser Welt erkennen.
Negative Strömungen ziehen mich mit,
lassen mir keine Entscheidungsfreiheit.

Kann mich diesen auch nicht entziehen,
dafür reicht meine Kraft nicht aus.
Brauche eine helfende Hand, die mich
aus diesen Strömungen herauszieht.

Herumgewirbelt, dreht sich alles
vor meinen Augen und
ich finde keinen Halt.
Greife daneben und
lande unsanft auf dem Boden
der Tatsachen und von oben blicken sie auf mich herab.

Bin ein kleines Häufchen Elend,
du ein stummer Zuschauer.
Lässt es die Menschen spüren,
dass ich leichte Beute bin.

Abseits der Gesellschaft bin ich Zuhause,
in meiner eigenen kleinen Sphäre,
die mich vor den Gefahren
draußen schützt,
aber wer beschützt mich vor dir?

Es gibt nur Sieg oder Niederlage,
ein auf und ab von beidem.
Eines solltest du dir dennoch merken,
wenn ich gehe, dann gehst du mit!


© Lily .N. Hope
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Tabu

Fühle mich stummgeschaltet,
als müsste ich aufpassen,
was ich von mir gebe.

Bestimmte Themen sind tabu,
darüber darf nicht gesprochen werden.
Ich dachte, hier in Deutschland herrscht
Meinungsfreiheit, ohne Zensur und dergleichen.

Seit wann darf ich nicht über die Periode
oder mein Gefühlsleben sprechen?
Ob ich nun eine andere Sexualität habe
oder eine seelische Erkrankung.

Du wirst sofort blöd angeguckt,
als würdest du etwas verbotenes tun.
Als würdest du sofort in der Hölle landen,
wenn du das Tabu brichst.

Ich lasse mir doch nicht
den Mund verbieten!
Schimpfwörter sind in Ordnung oder
härtere Beleidigungen, aber wenn ich
über meine Depressionen sprechen möchte, nein!

Kein Wunder, dass sich kaum einer traut,
über seine Probleme zu sprechen oder
sich irgendwo Hilfe zu suchen.
Das ist verboten!

Es wird sich über jede
Kleinigkeit aufgeregt,
man kann es niemandem recht machen.
Veränderungen hat es schon gegeben,
das ist gut, aber im Bereich des Tabus noch lange nicht.

Wir sind doch alle individuell mit unseren
Fehlern und Makeln,
die uns besonders machen.
Jeder ist auf seine Weise einzigartig,
wo bleibt da die Akzeptanz?

Sind die Dinge, die wir im Alltag machen
nicht normal? Oder warum dürfen wir nicht drüber reden?
Warum sind dann viele Peinlich berührt und wollen am liebsten das Weite suchen?

Wir entscheidet denn,
was ein Tabu ist und was nicht?
Wie wäre es, wenn wir
zur Abwechslung mal gegen den altbekannten Strom schwimmen
und uns nicht um die Meinung
der anderen scheren?

Worüber darf man den heutzutage in der
Gesellschaft reden,
ohne Angst haben zu müssen,
etwas falsches zu sagen,
weil das Thema unpassend ist?
Nichts ist falsch, außer bösartige Bemerkungen.

Wieso sind faschistische Bemerkungen
und Aussagen kein Tabu?
Deren Stimmen werden immer lauter,
während unsere immer leiser werden.

So kommt es mir zumindest vor
und das macht mir große Angst!
Wo ist hier das Tabu?

Manche Dinge sollten niemals ausgesprochen werden,
einige Worte können sowohl Leid zufügen,
als auch Schmerzen lindern
oder Panik entfachen.

Muss ich jetzt Angst davor haben,
bestraft zu werden,
weil ich bestimmte Worte
oder Themen in den Mund nehme?
Ist diese Frage berechtigt?

Momentane Entwicklungen sind erschreckend,
warum lernen Menschen nicht dazu,
sondern machen immer dieselben Fehler?
Es darf sich nicht wiederholen!

Tabu, wie würdet ihr dieses Wort definieren?
Was geht in euch vor, wenn jemand sagt,
dass euer Thema ein Tabuthema ist?
Redet ihr weiter oder schweigt ihr?

Immer wieder höre ich tabu, tabu, tabu
lasst uns doch einfach diese Tabus brechen.
Je mehr darüber gesprochen wird,
desto eher gewöhnen wir uns daran.



© Lily .N. Hope
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Was willst du von mir?

Dass ich dir zuhöre und einen Rat gebe,
dir meine Meinung zum Thema kundtue,
ein offenes Ohr für dich habe
oder etwas für dich tue?

Nur sprechenden Menschen kann
geholfen werden, also sag etwas!
Hinter dem Rücken fällt es dir leicht,
das war ja klar.

Teile deine Bedürfnisse mit,
das ist dein gutes Recht.
Handle nicht einfach unüberlegt,
denke bitte vorher drüber nach.

Rede nicht um den heißen Brei herum,
komm bitte schnell zum Punkt.
Zögere dein Vorhaben
nicht um Tage hinaus,
bis du meinst, mich so weit zu haben.

Brich nicht direkt den Kontakt ab,
nur weil ich meinen
Standpunkt vertreten habe.
Oder lag es daran, weil ich meine Beine
nicht breit gemacht habe?

Gehst auf Abstand,
weil du klarkommen musst
okay, vielleicht stimmt das ja wirklich,
aber wo liegt dein richtiges Problem?
Rückst nicht mal anständig
mit der Sprache raus.

Sicher, dass nicht ich das Problem bin?
Du sagtest zwar nein,
aber ich glaube dir nicht.
Dann würdest du ab und zu
mit mir reden oder mir mein Buch
endlich mal zurückgeben.

Ist dir alles anscheinend nicht wichtig,
du bist total überheblich und meinst,
du wärst etwas besseres.
So kommst du jedenfalls rüber.

Gibst blöde Kommentare von dir,
anstatt zu schauen,
dass du mal weiterkommst.
Beschäftige dich lieber mal
mit deinen Problemen,
anstatt den „Klugscheißer“
heraushängen zu lassen.

Jetzt bin ich abgedriftet und
denke nur an dich,
dabei bist du es bei weitem
nicht mal annähernd wert.
Mein Stolz ist verletzt, was soll ich sagen?
Mein Atem ist es, der dir nicht passt.

Ich habe wenigstens eine Ausrede dafür,
ein leerer Magen, der nichts zu tun hat.
Du riechst auch nicht
wie ein Gänseblümchen,
fragst mich aber, ob ich was
dagegen tun könne.

Ich soll mich also um
hundertachtzig Grad drehen,
aber du darfst der selbstgefällige Idiot bleiben, der du bist?
Darfst Kritik taktlos äußern,
aber ich muss aufpassen, was ich sage?
Je mehr ich darüber nachdenke,
desto eher wird mir klar,
dass ich ohne dich viel besser dran bin!


© Lily .N. Hope
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