Wissen - Sammlung -

Ein Gedicht von Caeli
Viele Zahlen, mehr Daten, Fakten
Die Geister in die Bücher packten
Dort seien sie derzeit zu lesen
Von allerliebsten Menschenwesen

Hörte man vor vielen Jahren
Vor vielen tausend Tagen
Von all den Professoren
Die sich solcherart verloren

Analytisch sie durchschauten
Manch eine Eselsbrücke bauten
Deren Titel verbürgen die Echtheit
Deren Persönlichkeit, eine Frechheit?

Bei hellem Tageslicht besehen
Muss man Wissen nicht verstehen
Doch verleiht das Wissen Macht
Hätt‘ ich fast gedacht

Ja, es gilt zu besond‘ren Zeiten
Auch mal seinen Geist zu weiten
Aus arger Not Tugend abzuleiten
Der Zukunft einen Weg bereiten

Wissen transportiert Erfahrung
Wissen übermittelt manchen Schluss
Da Wissen ein Produkt von Beharrung
Ist das Datensammeln wohl ein Muss

Die Masse der Betrachtung
Und deren Qualität
Der Zeitraum der Erfassung
Dazu Professionalität

Induktion und Deduktion
Philosophische Mutation
Thematisch leicht verzerrt
Quasi idiomatisches Gallert

Sind wir heut soweit gediehen
Maschinenkräfte ausgeliehen
Speicherbänke sind angelegt
Worin das Bit das Nibble pflegt

Das Terra zum Kubik erhoben
Grenzen aus dem Lot geschoben
Strom aus Licht herausgeschlagen
Alle Rechner in die Arktis getragen

Bahnen in das My geschrieben
Dann das Nano hintertrieben
Rationalisierung zwischen Licht und Quant
Wirkt heut‘ und dieser Tage elegant

Logik mit Logik hintertrieben
Führt unsere Technik heut an
Menschengedanken führen
Menschen nicht mehr gern

Wissen hat uns abgetrieben
Sprache als dumm verkannt
Interjektionen übrigblieben
Atemrhythmus unerkannt

© Auris cAeli

© Auris cAeli

Informationen zum Gedicht: Wissen - Sammlung -

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20.01.2026
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Caeli) für private Zwecke frei verwendet werden. Hier kommerzielle Anfrage stellen.
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