Wenn keiner stehen bleibt
Ein Gedicht von
Claudia Behrndt
Ihr hört mir kaum in Ruhe zu
und jedes Wort verhallt im Raum.
Ich frag mich längst: Wozu das nu?
Denn Hilfe bleibt nur leerer Traum.
Ihr sollt mich tragen, wenn´s mich drückt
und stehen bleiben, wenn´s mich beugt.
Doch nichts davon hat je geglückt,
wenn Not sich still nach Halt verneigt.
So steh ich wieder ganz allein,
ihr dreht euch weg beim kleinsten Schlag.
Was soll an all dem helfend sein,
wenn niemand bleibt, der bei mir lag?
Ihr redet groß von Pflicht und Sinn,
doch eure Worte tragen mich nicht.
Wo ich um echten Beistand bin,
bleibt ihr nur Schatten ohne Licht.
© Claudia Behrndt
(älteres Gedicht)
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