Wenn das Licht mich wieder findet

Ein Gedicht von Claudia Behrndt
Die Sorgen greifen wieder nach mir aus
und legen mir die Schwere auf die Brust.
Doch irgendwo führt noch ein Weg nach Haus,
auch wenn ich heute zweifle voller Frust.

Ich rutsche ab ins dunkle, kalte Tief,
doch etwas in mir weigert sich zu fallen.
Als leise Stimme, die mich sanft noch rief
und sagt: Die Nacht kann nicht für immer wallen.

Allein zu gehen fällt mir manchmal schwer,
doch jeder Schritt ist mehr als stilles Steh´n.
Ich seh das Ziel vielleicht schon längst nicht mehr,
doch irgendwo beginnt ein neues Seh´n.

Mein Leben spannt sich fein wie Seide nur,
doch reißt es nicht, so sehr es auch sich biegt.
Denn selbst im Sturm hält mich noch eine Spur,
die zeigt: Wer hofft, ist nie ganz besiegt.

© Claudia Behrndt
November ´2009

Informationen zum Gedicht: Wenn das Licht mich wieder findet

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23.02.2026
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