Wenn das Licht mich wieder findet
Ein Gedicht von
Claudia Behrndt
Schon wieder greifen Sorgen nach mir aus
und legen mir die Schwere auf die Brust.
Doch irgendwo führt doch ein Weg nach Haus,
auch wenn ich heute noch zweifle voller Frust.
Ich rutsche ab ins dunkle, kalte Tief,
doch etwas in mir weigert sich zu fallen.
Als leise Stimme, die mich sanft noch rief
und sagt: Auch Nacht kann nicht für immer wallen.
Allein zu gehen fällt mir manchmal schwer,
doch jeder Schritt ist mehr als stilles Steh´n.
Vielleicht sehe ich das Ziel noch längst nicht mehr,
doch irgendwo beginnt ein neues Seh´n.
Mein Leben spannt, so fein wie Seide nur,
doch reißt es nicht, so sehr es auch sich biegt.
Denn selbst im Sturm hält mich noch eine Spur,
die zeigt: Wer hofft, ist nie ganz besiegt.
© Claudia Behrndt
´2021
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