Weißer Widerspruch
Du liegst im Park, gleich neben Asphaltwegen,
wo Fahrradlichter im Abendrot verglimmen.
Die Kinder rufen, und die Enten stimmen
ihr kleines Lied an nach nur kurzem Regen.
Du scheinst, flach auf dem dunklen Teich zu schweben.
Das Wasser lässt die weißen Blüten schwimmen.
Nichts an dir drängt sich auf, willst auch den Himmel nicht erklimmen.
Du hast gelernt, auf schwarzem Schlamm zu leben.
Du leuchtest eher, anstatt zu prahlen,
bringst dich in Form, auch wenn der Tag zerfällt,
Unter dir beginnt eine ganz andere Welt.
Und doch lässt dich der Gegensatz erstrahlen,
denn Schlick trägt dich, statt dass er dich entstellt.
Du bist ein weißer Widerspruch, der sich dem Abendlicht entgegenstellt.
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