Verwebt
Ein Augenblick, der eben war,
verfliegt und wird Vergangen.
Die Zeit verwebt im Unsichtbar,
was kaum erst angefangen.
Ein Schatten, der vorüberzieht,
in der Hast der weiten Welt.
Ein leises Echo, das verglüht,
noch ehe ganz der Abend fällt.
So reiht sich flüchtig Tag an Tag,
kein Wort bannt das Geschwind.
Und nur ein ferner Herzensschlag
flattert noch zerstreut im Wind.
Jedoch bleibt in den feinen Netzen
ein Glanz von dem, was wir geliebt.
Ein Funke fern von allem Hetzen,
weil es den Augenblick noch gibt.
© Birgit Klingebeil
[2026]
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