Vergossenes Leben

Ein Gedicht von Meteor
Der Quell der jungen Tage verrinnt,
vorbei am Ufer plätschert das Leben ...
Viele der Sünden bleiben ungesühnt,
zurück bleiben stumme Klagen kleben,
und Einsamkeit, bitter, unverdünnt ...

Im Sand der Vergangenheit versiegte
unachtsam vergossene Lebenszeit,
ins Mosaik der Erinnerung gesiebte
Momentfragmente fanden Verbleib
im Spiegel, dessen Bild meist trügte.

Du weiltest im Traum einer Illusion,
sahst dich auf oft verlorener Mission,
im Fluss, der nie das Meer erreichte,
ein Traum, der aus den Augen weicht.

Den Kelch mit dem Rest deines Lebens
trägst du unsichtbar in leeren Händen.
Was vergossen ist, verbleibt gewesen,
das Übrige darfst du verschwenden.

Informationen zum Gedicht: Vergossenes Leben

06.10.2026
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