Schweben

Ein Gedicht von Lisa Nicolis
Im Nirwana, lichtjahrferne,
schwebt im roten Orionnebel,
losgelöst im Glanz der Sterne,
sanft mein Floß mit weißem Segel.

Hab mich über Bord geworfen
und nur meinen Geist behalten.
Sonnenwind hat mir geholfen,
meine Schwingen zu entfalten.

Liege schwerelos im Schweben,
werde mich nun treiben lassen.
Hab kein Durst nach Erdenleben,
bleibe hier auf milch’gen Straßen.

Weck mich nicht aus meiner Sehnsucht.
Lasst mich einfach weiterziehen.
Gönne mir der Sterne Zuflucht.
Wie ein Stern möchte ich verglühen.

Lisa Nicolis

Informationen zum Gedicht: Schweben

07.10.2025
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