Vergiftet
Ein Gedicht von
Nico Fender
Empörung - die wurde neu endeckt,
hing an einen fremden Tropf,
Dummheit hat wieder Aufsehen erweckt,
doch entsprang die nicht im eigen Kopf.
In Freude des Chaos die Krallen gewetzt,
den Wunsch dem Feind möge Schaden ereilen.
Das Gift wurde in die Welt gesetzt,
wo keine Zeit mehr ist, zu heilen.
Denn gehört zu werden, mag man gern,
doch bisweilen mag keiner selber wirklich hören.
Vernunft geschluckt von all dem Lärm,
wird uns auseinanderreißen und zerstören.
Das Drama, die Depressionen - so echt.
Die Schlagzeilen und Skandale in aller Munde.
Die Gesellschaft veroht, der Mensch so schlecht.
Die Welt geht vor die Hunde.
Doch was bringt es sich daran festzukrallen,
das Unruhe im Herzen wieder stiftet?
Erneut ist ein zweifelhafter Gedanke gefallen,
der von fremden Einfluss ward vergiftet.
N.Fender
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