Verfassungsergänzung

Ein Gedicht von Hans Hartmut Dr. Karg
Verfassungsergänzung

Vor vierhundert Jahren der Große Krieg,
Brachte dreißig Jahre nur Not und Tod.
Niemand errang dabei wirklich den Sieg:
Das Land verwüstet und ganz ohne Brot.

Millionen Menschen starben,
Weil der Religionswahn blühte.
Millionen Menschen darben,
Nur weil sich niemand bemühte,

Dem Morden endlich die Stirn zu bieten,
Das Bauernlegen zu beenden,
Wo sich am Ende nur Landsknechte stritten
Mit Rauben, mit Morden und auch mit Blenden.

Damit so etwas nicht mehr geschieht
Müssen wir diesen Satz ergänzen,
Damit uns ewiger Friede blüht
Und das Recht kann wieder glänzen:

„Religionskonflikte sind verboten
Und werden als Straftat geahndet.“
Nur so erreicht man die Friedensboten,
Weil sonst Hass im Verbrechen landet.

Europa muss das Marodieren stoppen,
Wo Sektierer Feindbilder produzieren,
Tolerante Bürger nachhaltig mobben,
Weil Menschen sie nur verführen.


©Hans Hartmut Karg
2018

*

Informationen zum Gedicht: Verfassungsergänzung

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25.08.2018
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Hans Hartmut Dr. Karg) für private Zwecke frei verwendet werden. Hier kommerzielle Anfrage stellen.
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