Untergrundspäher

Ein Gedicht von Meteor
Wohin man sieht in die Gesichter,
von zeitgemäßen Spuren geprägt.
Drohkulissen kommen dichter,
täglich Stress, reizbare Nervosität.

Die Züge voll mit vielen Fremden,
in den Augen Angst und Sorgen,
sitzen oft lange auf Wartebänken.
Stets anders die Welt von morgen.

Flüchtiger Blick flüchtiger Menschen,
bedrückte Gedanken, Träume wanken.
Scheues Lächeln, Pupillen glänzen,
kurzes Menscheln, Ängste versanden.

Drei Sitzreihen vor dir im Wagongang,
ein Auge winkt, es zwinkert dich an.
Für Sekunden neue Hoffnung gefunden,
Verständigung im Augenblick gelungen.

Freudig errötet der Blick zur Seite,
die Menschheit rückt ein Stück näher.
Trotz Flächenbrand in der Breite,
Zuneigung hat Untergrundspäher.

© meteor 2026

Informationen zum Gedicht: Untergrundspäher

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11.03.2026
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