Traumstunden

Ein Gedicht von Hans Hartmut Dr. Karg
Traumstunden

Zum Tag bei morgendlicher Stille
Gesellen Tauben sich mit Gurren,
Wecken in mir jene Gefühle,
Mit denen geht nächtliches Murren.

Die grauen Wände fließen ab,
Sonne trennt Helles nun von Schatten,
Bringt meinen Körper jetzt auf Trab,
Weil wir längst unsere Wünsche hatten,

Die nächtens ziemlich traumverloren
Mit Unbewusstem sich anlegten,
Ganz offensichtlich auserkoren,
Damit sie Früheres bewegten.

Wie oft wurde die Nacht zum Tage,
Wenn sie den Schlaf nicht halten konnte
Und Räume voller Seelenplage
Erstarkten – weil sie Angst bewohnte!

Und doch! Nach so ereignisreichen Nächten
Ward innerlich die Not vorbei,
Wenn abschmolzen die schweren Wächten
Und Sonne weckt' uns – wie im Mai!

Es bleibt uns dieses Schlafgeheimnis,
Wenn so ein Traum die Nacht begleitet
Und jene Frische ganz gewiss
Den Tag hat prächtig vorbereitet.


©Hans Hartmut Karg
2019

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Informationen zum Gedicht: Traumstunden

42 mal gelesen
13.08.2019
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Hans Hartmut Dr. Karg) für private Zwecke frei verwendet werden. Hier kommerzielle Anfrage stellen.
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