Topologie des Dunkels

Ein Gedicht von Christopher Steffler
Im Raum, wo nichts atmet,
spannt sich Dunkelheit
wie ein stummer Riss
durch das Gerüst der Zeit.

Gedanken treiben dort
als formlose Fragmente,
ohne Ursprung,
ohne Ziel,
nur Bewegung im Abgrund.

Stille wächst
zu einem schweren Knoten,
der jedes Wort verschluckt,
bevor es Schatten wirft.

Kein Blick,
keine Stimme,
nur das langsame Gleiten
namenloser Strukturen,
die sich falten,
lösen,
vergehen.

Und jenseits davon
ruht ein schwarzer Punkt,
unberührt,
unbefragt,
ein Kern aus reinem Nichtsein,
wartend.

In Versen gesprochen, in Gedanken verweilt…

Informationen zum Gedicht: Topologie des Dunkels

3 mal gelesen
(Es hat bisher keiner das Gedicht bewertet)
-
22.05.2026
Das Gedicht darf nur mit einer Erlaubnis des Autoren kopiert oder veröffentlicht werden. Jetzt Anfrage stellen.