Taube im Sturm

Ein Gedicht von Soso
Auf dem Ast die Taube sitzt,
dem Sturm trotzend krallt sie sich fest.

Der Sturm an dem Gefieder zerrt,
sie tief ihren Kopf geneigt.

Ausschau sie nach etwas Futter hält,
der Wind jedoch kein Erbarmen zeigt,

weht die letzten Krumen fort,
der Taube Blick über den Garten schweift.

Der Sturm stärker wird, der Baum geschüttelt,
mit Gewalt an Zweigen und Ästen rüttelt.

Der Baum sonst das Zuhause der Taube ist,
er nun kahl und ohne Blätter ist.

Das Nest weg gepustet, das gibt es nicht mehr,
sie wünscht sich so sehr den Frühling wieder her.

Auf dem Rasen, der grad keiner ist,
hat sie doch ein paar Körner entdeckt.


10.02.2020 © Soso

Informationen zum Gedicht: Taube im Sturm

186 mal gelesen
(Eine Person hat das Gedicht bewertet. Der Durchschnitt beträgt 5,0 von 5 Sternen)
1
10.02.2020
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Soso) für private Zwecke frei verwendet werden. Hier kommerzielle Anfrage stellen.
Anzeige