Sucht

Ein Gedicht von Kerstin Mayer
Traurig seh ich in den Spiegel,
schau in Augen, tot und leer.
Fest versuch ich noch zu stehen,
doch die Beine sind zu schwer.

Sind das wirklich meine Augen,
die mich ansehn voller Qual?
Kann es irgendwie nicht glauben,
doch es bleibt mir keine Wahl.

Zitternd sitz ich auf dem Boden,
und mein Herz schlägt viel zu schnell.
Bin verwirrt und durcheinander,
ist das alles denn reell?

Fühl mich elend und verzweifelt,
warum tu ich mir das an?
Kann es selber nicht verstehen,
dass ich nicht mehr aufhörn kann.

Tränen fließen unaufhaltsam,
und der Schmerz sitzt tief in mir.
Möchte raus aus diesem Körper,
wünschte ich wär nicht mehr hier.

Zweifel steigen auf im Herzen,
die ich nicht bekämpfen kann.
Ist das wirklich noch ein Leben,
oder fängt der Tod schon an?


© Kerstin Mayer 2002

Informationen zum Gedicht: Sucht

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10.06.2024
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Kerstin Mayer) für private Zwecke frei verwendet werden. Hier kommerzielle Anfrage stellen.
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