Sonntag- Einsamer Tag

Ein Gedicht von Waltraud Dechantsreiter
Sonntag ohne Familie-allein:

Aufstehen, frühstücken,
der Vormittag zieht sich in die Länge.
Man kommt nicht in die Gänge,
keiner zum Unterhalten da
und immerzu in die Röhre schauen...na wunderbar!

Kurze Telefonate, keiner hat Zeit,
pflegen ihre Partnerschaft, sagen knapp:
"Tut mur leid.
Sehen uns im Büro, was bin ich froh,
dass ich heute noch entspannen kann, der Stress fängt morgen früh genug an."

Alleine spazieren gehen ist nicht schön,
man sieht nur verliebte Paare, die bummeln geh'n.
Am Spätnachmittag ein Buch lesen,
keine Konzentration,
der Langeweile Lohn.

Endlich wird es dunkel, die Stadt fällt in den Dämmerschlaf.
Unruhig wälzt man sich hin und her,
findet keinen Schlaf mehr.
Eine Schlaftablette hilft bestimmt
und man weiß,
der nächste Sonntag wird nicht anders sein,
trostlos und man ist wieder allein.

Freude auf den nächsten Tag, ein Arbeitstag!

Informationen zum Gedicht: Sonntag- Einsamer Tag

272 mal gelesen
(Eine Person hat das Gedicht bewertet. Der Durchschnitt beträgt 5,0 von 5 Sternen)
1
21.11.2018
Das Gedicht darf nur mit einer Erlaubnis des Autoren kopiert oder veröffentlicht werden. Jetzt Anfrage stellen.
Anzeige