Schiller

Ein Gedicht von Hans Hartmut Dr. Karg
Schiller

Verwachsene Organe in des Körpers Räumen
Und doch ein freiheitliches und klares Gemüt,
In dem sich Sprachgebilde geistig aufbäumen,
Weil in Weimar der Deutschen Dichtergeblüt.

Hat jemals ein Dichter, voll von inneren Leiden
So wunderbar umfassend das Menschsein erfasst,
Wo die Neigung sich von der Pflicht konnt' scheiden,
Man Tyrannen entlarvt, weil man Menschen nicht hasst?

Ein kleiner, faulender Apfel half manchmal,
Der geruchsintensiv in der Schullade lag,
Dass er reimen konnte so ganz ohne Qual
Und dann erschien ihm wertvoll sein Tag.

Verantwortung kommt in des Dichters Welt,
Wo er erkennt: Der Machtpfuhl ist erblich!
Womit er sich nicht mehr ganz hinten anstellt,
Sondern Rechte einfordert, die alle unsterblich.


©Hans Hartmut Karg
2020

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Informationen zum Gedicht: Schiller

24 mal gelesen
15.09.2020
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Hans Hartmut Dr. Karg) für private Zwecke frei verwendet werden. Hier kommerzielle Anfrage stellen.
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