Säulenbirne

Ein Gedicht von Hans Hartmut Dr. Karg
Säulenbirne

Die gerade Säule muss niemand schneiden,
Weil dort keine Frucht dem Blattwerk entkommt.
Schon zeitig im Frühjahr können Augen sich weiden,
Wo der Baum ohne Schnitt von den Strahlen besonnt.

Da zeigt sich des Bäumchens redliches Bemühen,
Wenn viele Insekten an großen Blüten hängen,
Die leidenschaftlich ihren Blütenstaub versprühen,
Wo Tierchen müssen sich nicht hineinzwängen.

Dieses Schwirren und Winden, es wird belohnt,
Denn am Bäumchen gedeihen bereits erste Birnen:
Wie wir es von nun an Jahr um Jahr gewohnt,
So hängen sie da gleich Himmelsgestirnen.

©Hans Hartmut Karg
2026

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Informationen zum Gedicht: Säulenbirne

07.11.2026
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