Reden

Ein Gedicht von Nico Fender
Reden, ich möchte einfach nur reden,
aufhören zu tun, was dich verletzt.
Will einen Zuhörer, wir müssen nichts bewegen,
brauche nur einen, der die Worte schätzt.
Ich möchte sagen, was tief in mir drin,
es möchte hinaus, was mich quält und stört.
Ich will allen sagen, wie traurig ich bin,
will nur einen Einzigen, der es wirklich hört
und für einen Moment alles sein lässt,
alles Schlechte sowohl, als auch Gute,
Politik, Glaube, Werte, Moral - der ganze Rest,
Ich will deine volle Aufmerksamkeit für eine Minute...
...in der wir nichts verdrehen, nichts vernichten,
einfach nur ehrlich sind und sprechen,
uns der Konversation vollends verpflichten
und einfach sagen, woran wir zerbrechen.
Alle sagen immer: Taten müssen her.
Dabei haben wir noch nicht einmal richtig gelernt zu hören.
Warum zählt immer die eigene Meinung so sehr,
und nicht womit wir uns als Menschen vergiften und zerstören?
Ich bin einsam, traurig, süchtig -
nach dem Schmerz, die Trauer, welche diese Fragen bringen,
doch es brennt ein kleiner Funke flüchtig,
er braucht nur Zeit, um zu mir vorzudringen.
Aber sein Licht erhält den Klumpen in der Brust.
Der Leib mit jeden Satz genesen.
Hör zu, sei ehrlich, dann wird schnell bewusst,
dass keine unserer Wort umsonst gewesen...

N.Fender

Informationen zum Gedicht: Reden

9 mal gelesen
(Eine Person hat das Gedicht bewertet. Der Durchschnitt beträgt 5,0 von 5 Sternen)
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13.10.2021
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Nico Fender) für private Zwecke frei verwendet werden. Hier kommerzielle Anfrage stellen.
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