Nussknacker Knut

Ein Gedicht von Waltraud Dechantsreiter
Dem Nussknacker Knut geht es nicht gut!

Seit Jahren steht er verstaubt im Regal,
jedem ist er egal.
Er hat gehört, er ist nur zweite Wahl.
Und warum,
man lacht und sagt, seine Nase sei krumm.

Noch ein paar Stunden, dann ist Heilig Abend,
er ist nicht nachtragend,
doch traurig.
In dieser Weihnachtsnacht ist er wieder allein-so schaurig.

Verstohlen wischt er sich eine Träne weg.
Spricht sich gut zu, ich komm' darüber hinweg
und will auch nicht mehr weinen.
Blättert ab mein Lack,
wirft man mich in den Müllsack.

Vielleicht gefalle ich irgendwann, irgendeinen.
Gehöre eben nicht zu den Feinen!

Nanu, höre die quitschende Eingangstür,
einen kalten Luftzug ich spür.
Melanie stürmt in den Spielladen
und fragt:
"Ist der Nussknacker Knut noch da,
er ist so schön und stolz, nur ihn möchte ich haben."

Die Verkäuferin antwortet:
"Kleine Lady da hast du Glück,
Knut ist der letzte Nussknacker, nicht grad unser schönstes Stück."

Melanie bezahlt und drückt Nussknacker Knut an sich,
streichelt liebevoll sein Gesicht.
Zuhause stellt sie Knut unter dem Christbaum,
für ihn ein Wunder, wahr wird sein Traum.

Melanie sagt:
Nie mehr wird unser Nussknacker Knut alleine sein,
bei uns ist er daheim."
Alle Familienmitglieder bewundern Knut,
er steht im Mittelpunkt, das tut ihm gut.

Informationen zum Gedicht: Nussknacker Knut

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05.12.2018
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