Nordisches Licht
Ein Gedicht von
Max Vödisch
Du stehst im Licht, nicht als ein Klang
aus Zeiten, die längst vergangen sind.
Du bist die Frau, die Stille kennt
und gerade so die Welt benennt.
Dein Gesicht erzählt kein Märchenbild,
es zeigt die Wege – ruhig und mild.
Von hellen Bühnen, Mut zum Gehn,
vom Recht, auch Pausen zu bestehn.
Du bliebst dir treu, Jahr ein, Jahr aus,
ließest fremde Stimmen draußen vorm Haus.
In reifer Schönheit, klar und wahr,
bist du nicht gestern – du bist da.
Wie Winterluft, so rein und weit,
wie ein Akkord voll Wärme und Zeit.
Du bittest nicht um Lob und Schein,
dein Leuchten kommt aus tiefem Sein.
Deine Stimme – kein Mädchenlicht,
doch voller Kraft, die Tiefe spricht.
Sie weiß vom Finden, vom Verstehn,
vom Stillesein, vom Weitergehn.
Ein Klang, der keine Jugend braucht,
weil Stärke aus der Seele haucht.
Agnetha, Wandel ohne Zwang,
Eleganz im Lebensgang.
Ein Zeichen, dass die Zeit auch schenkt:
Tiefe, Würde, klare Sicht –
und diesen Blick, der ruhig spricht:
Ich bin noch hier.
Ich bin das Licht.
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