Nichts geht verloren

Ein Gedicht von Hans Witteborg
Wie hin gestellte Stangen wirkt der Birkenwald,
nackt durch des Windes Blätterraub.
die graue Nebelwand verbirgt die Kronen bald.
Des Herbstes bunte Pracht bedeckt den Bodenstaub.

Der Anblick bietet Augen nichts als Trauer.
Es scheint als hätte man das Wäldchen hingerichtet.
Doch Hoffnung nennt den Zustand nicht von Dauer
auch wenn das Laub nun modernd aufgeschichtet.

Nach jener Phase, die dem Wäldchen Ruhe schenkt,
entknospet sich ein grünes Blatt-Erheben.
Wer steten Jahreswandel eingedenkt,
weiß, das Blätterrauschen wird es bald auch wieder geben!

Informationen zum Gedicht: Nichts geht verloren

681 mal gelesen
(2 Personen haben das Gedicht bewertet. Der Durchschnitt beträgt 3,0 von 5 Sternen)
-
18.11.2015
Das Gedicht darf nur mit einer Erlaubnis des Autoren kopiert oder veröffentlicht werden. Jetzt Anfrage stellen.
Anzeige