Nachtgedanken
Die Sonne versinkt hinter fernen Hügeln,
das laute Getöse des Tages verhallt,
wenn sich auf unsichtbar dunklen Flügeln
die Ruhe legt über das Feld und den Wald.
Die Nacht streut den Sand ins Weltgetriebe,
sobald sie mit Schwärze die Stille erfüllt.
Und was uns an Unrast und Sorgen noch bliebe,
wird sanft in den Mantel des Schlafs eingehüllt.
Wenn Himmel und Erde zum Kuss sich einen,
verblassen die Grenzen von Raum und von Zeit.
In Träumen, die tief aus dem Inneren scheinen,
machen sich Seelen für Wunder bereit.
Steht Dunkelheit auch für schwere Gedanken
und lässt nicht erkennen, was in ihr geschieht,
beseitigt sie doch der Sehnsucht Schranken,
schenkt Hoffen, wenn das Morgenrot glüht.
© Birgit Klingebeil
[03/2026]
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