Mitternacht

Ein Gedicht von Meteor
- Mitternacht -
ruhelose Gedanken hindern mich daran
wie Schranken versperren sie den Zugang
zum Treffpunkt im Land meiner Fantasie
der Träume von Sehnsucht und Euphorie

will den Lohn für den überstandenen Tag
überlebte ihn, was nicht jeder vermag
rette mich vom Leben müde zur Nacht
flieh in den Schlaf, mein Geist erwacht

das Schließen meiner aufgeregten Augen
ist der Take Off in mein neues Abenteuer
Morpheus schenke ich mein Vertrauen
beim Abheben übernimmt er das Steuer

endlich verblasst im Zwielicht mein Ich
erste Bilder vom Dunkel fliegen vorbei
Sternenschatten verschwischen im Licht
fühle mich hier unendlich sorglos frei

im Labyrinth meines Unterbewussten
lasse ich mich grenzenlos verführen
irre herum im fantastisch Unbenutzten
lasse zu, das Verlockendste zu spüren

was ich mir bewusst so sehr ersehne
verwehrt mir stets die komplexe Welt
als Ersatz meine Fantasie ich hernehme
in ihr wird alles zur Verfügung gestellt

Geheimnisse werden erdacht und gelüftet
verbotene Früchte schamlos ausgekostet
unglaubliche Erfindungen ausgetüftelt
immer heiß geliebt, weil ja nichts rostet

Traumwerkstatt, Wiege der Kreativität
was den Menschen ausmacht, ist hier!
Zufluchtsort vor allzu grauer Realität
im Schlaf erfahr ich Trost und neue Gier

- Mitternacht -

© meteor 2026

Informationen zum Gedicht: Mitternacht

13 mal gelesen
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09.01.2026
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Meteor) für private Zwecke frei verwendet werden. Hier kommerzielle Anfrage stellen.
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