Meine Muse lebt!
Meine Muse lebt!
Als Laura hin zum Tode sich legte,
War Petrarcas Frühling sogleich vorbei,
Denn er, der seine liebe Muse hegte,
Litt schwer, kein Tod macht jemals frei:
Platonisch schuf er Sonette, Lieder,
Den Frühling gab es für ihn nie wieder.
Im Süden, wo doch der Frühling so stark,
Hat ihn seine Muse stets gedanklich begleitet.
So erst wurde er als Dichter wirklich autark,
Weil durch sie ihm der Horizont geweitet,
Denn Laura de Nobes war Schönheit pur
Und hob damit empor des Dichters Kultur.
Ich danke, dass meine Muse noch lebt,
Sie will und kann mich weiterhin inspirieren:
Als einer, der zum Denk- und Wortfluss strebt,
Muss ich aus der Ferne ihre Nähe spüren,
Denn nur wenn sie mir ein Leben lang bleibt,
Gelangt zum Zenit, was meine Kunst beschreibt.
©Hans Hartmut Karg
2026
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