Masken aus Glas

Ein Gedicht von Claudia Behrndt
Sie gehen stolz mit Blick aus kaltem Stein,
als läge ihnen diese Welt zu Füssen.
Doch tief im Innern sind sie klein,
auch wenn sie laut sich selbst begrüßen.

Sie reden groß von Macht und Glanz,
als wären sie aus Gold gemacht.
Doch hinter ihrer Arroganz,
liegt oft nur Leere in der Nacht.

Wer ohne Herz durch Menschen geht,
verlässt nur Schatten, kalt und schwer.
Er merkt zu spät, wenn alles steht,
dass niemand ihn vermissen wird mehr.

Sie gehen durch Räume wie Könige ohne Krone,
mit Blicken aus Eis und Worten aus Stein.
Ihr Lächeln glänzt wie poliertes Glas,
doch dahinter ist niemand daheim.

Doch eines Tages fällt ihr Glanz,
wenn Wahrheit durch die Masken bricht.
Dann bleibt von all der Arroganz,
nur Stille ohne warmes Licht.

Und wenn der letzte Vorhang fällt,
verstummt ihr stolzes, lautes Wort.
Dann zeigt sich, was im Innern zählt:
Ein kaltes Herz – und niemand dort.

© Claudia Behrndt
September ´2015

Informationen zum Gedicht: Masken aus Glas

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15.03.2026
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