Märchen kurz und bündig III

Ein Gedicht von Heinz Säring
Hänsel und Gretel

Ihr werdet das Märchen doch kennen,
wo arme Geschwister nicht pennen.
Die Hexe, hu hu,
wollt Kinder-Ragout.
Am Schluss muss sie selber verbrennen!



Der Meisterdieb

Er stahl bei dem Grafen genau:
Sein Pferd, Ring und Betttuch der Frau,
die geistlichen Braven,
fand Gnade beim Grafen,
für'n Galgenstrick war er zu schlau.



Rumpelstilzchen

Die Tochter des Müllers schlief hold.
Das Stroh spann ein Männchen zu Gold.
Es konnt' ihr nicht schaden,
es hat sich verraten,
als es sich ihr Kind holen wollt.



Schneewittchen

Schneewittchen weit hinter den Bergen -
sie lebte erst gut bei den Zwergen.
Entging nur mit Not
dem sicheren Tod!
Die Heimtücken muss man sich merken!

Informationen zum Gedicht: Märchen kurz und bündig III

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17.08.2011
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