lege Gleise
Ein Gedicht von
Peter Szneckneck
Du bist der einzige Mensch
neben dem ich schlafen kann
Dein Nest scheint nur für mich gemacht
ziehst mich wie Licht Insekten an
Ich krabbel dich, und du auf mir
saug jede Note von dir ein
Dein Duft ist tausend Blüten gleich
und nebelt jede Trübsal ein
Ehe wir die Vielfalt pflanzen
roden wir das Dornenmeer
Durch undurchdringbar scheinend Hecken
schafften wir es bis hierher
Du und ich im Liebestaumel
pendeln ein im gleichen Takt
Wie die Tiere dieses Waldes
sieht man uns nur nackt
Flügelschlag des Schmetterlings
muss heute auch mal nichts bedeuten
Ohne Sturm die Welt sich dreht
um unser beider Leuchten
Fühler fühlen, Pfoten tasten
kein Sinn für Vergänglichkeit
Leben nur den Augenblick
der in den Nächsten greift
Lass mich dich an allem fesseln
bis wir von alleine schweben
Suhlen uns im Teig aus Lust
bis wir fest zusammen kleben
Stoßen uns vom Rand der Welt
auf die schönste Art und Weise
Bis dahin bau ich dir Wege
und leg für dich Gleise
16.02.2026 szignm
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