Leben

Ein Gedicht von Marcel Strömer
Erwarte froh die Zeit, da du verblasst,
Wenn Geist und Name wie Träume entschweben,
Du legst ab vom Ich, die letzte, schwere Last
Und lässt des Lebens eitle Spiegel bersten.

Die Sanduhr ruht, das leere Herz bleibt offen,
Im Auge des Orkans, wo Stille verbrennt,
Findest du Heimat, die dir freundlich zugewandt,
Die Form, die sich der eigenen Seele erinnert.

Du wirst zum Stern, zum Staub, den wir atmen,
Der Phönix zeigt, die Ernte ist bereit;
Vom Blinden, der im Dunkeln tastet,
Zum Sehenden, entrückt der Endlichkeit.

Dein Weg führt zurück zum Ursprung,
Gereift im Feuer, als wäre das Vollendete,
das Glück, das dich Leben nennt.


© Marcel Strömer
[Magdeburg, 15.07.2026]

Informationen zum Gedicht: Leben

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15.07.2026
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