Knackiger Ruhestand

Ein Gedicht von Birgit Klingebeil
Wie sehr hab’ ich mich auf die Rente gefreut,
auf Freiheit von Zwängen und Endlosigkeit!
Ein neuer Abschnitt, so dacht’ ich mir froh,
mit Zeit für die Lieben, viel Schönes und so.

Doch ist diese Umstellung wirklich enorm,
der Körper gerät völlig und ganz aus der Form.
Was früher mal flink und mal eben gelang,
wird heute zum mühsamen Hindernisgang.

Im Rücken da zwickt es, die Knie spielen verrückt,
vom Bücken bin ich nicht gerade beglückt.
Schwere Beine, bereits beim Aufsteh’n am Morgen
die Puste wird knapp, das macht mir schon Sorgen.

Soll ich etwa doch wieder die Arbeit rocken?
Nur weil mir das Turnen den Atem lässt stocken?
Dort hab ich mich wahrlich mehr noch bewegt,
also - wird der Fokus auf „Walking“ gelegt!

Es sind nur die Pausen, die Trägheit im Blut,
drum tut mir Elan und auch Ausdauer gut.
Dem Schlendrian wird jetzt der Kampf angesagt,
damit mir der Ruhestand auch richtig behagt!



© Birgit Klingebeil
[2023/2026]

Informationen zum Gedicht: Knackiger Ruhestand

10.09.2026
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