Jeden Morgen

Ein Gedicht von Ernestine Freifrau v
Jeden Morgen wache ich auf
Schau verschlafen an die Decke
Hoffe auf einen guten Tagesverlauf
Meine Glieder ich gerne strecke

Schon kurz nach dem Erwachen
Fährt mir scheppernder Lärm
in die Glieder
Ist man schon dabei
wieder Krieg zu machen
Meine Eltern haben doch gesagt:
,, Hoffentlich nie wieder.“

Blitzschnell wird es mir nun klar
Mit ihrem Kriegstauglich
haben sie es versaut
Mit dem Tod werden wir
nun bezahlen in bar
So kommt es halt,
wenn man Kriegsgeilen vertraut

Ich gehe zum Fenster und
sehe mit Erschrecken
Nebenan sind Dachdecker vorgefahren
die sehr fleißigen Frühaufsteher
übernahmen heute das Wecken
Ich hoffe sehr die Gilde der
ehrlichen Werktätigen wird uns
mit ihrer
friedlichen Einstellung
vor einem Krieg
bewahren.

(c) Ernestine Freifrau von Mollwitz

4. September 2026


mageba

Informationen zum Gedicht: Jeden Morgen

09.10.2026
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