In einem fernen Land

Ein Gedicht von Chandrika Wolkenstein
Auf meinem Badewannenrand
liegt eine Muschel, die ich fand.
Beim Baden lausche ich gespannt
dem Ruf des Meeres in einem fernen Land,
und ich erinnere mich an jenen Strand
und deine Fußspuren im Sand.

Ach, wie fand ich dich charmant.
Du warst so herrlich braun gebrannt.
Dein Akzent hat mich gebannt.
Du nahmst ganz einfach meine Hand,
und mein Herz war sofort entflammt.

Doch reichte es niemals für den Ehestand.
Das habe ich sehr rasch erkannt.

Nun sitz‘ ich auf dem Badewannenrand,
die Muschel bewundernd, die ich fand.

Informationen zum Gedicht: In einem fernen Land

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12.02.2026
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