In den Meßgärten

Ein Gedicht von Hans Hartmut Dr. Karg
In den Meßgärten

Zu Nördlingen gibt es alljährlich d‘Meß,
Im Mittelalter größte Messe in Süddeutschland.
Noch heute kommen Menschen ohne Stress,
Denn der Jahrmarkt bleibt einigend‘ Band.

Auf die Kaiserwiese kommen Familien her,
Schwaben, Bayern, Württemberger und Franken.
Sie alle kennen und wollen ihr schönstes Begehr:
Dem eigenen Schicksal mit Feiern zu danken.

In den Meßgärten, auch im Zelt ist es ganz voll,
Jung und Alt sitzen dort sehr eng beisammen
Und finden es bei schönstem Juniwetter toll,
Dass sie als Genießer wieder hierherkamen.

Das Rezept für die Meßwürste ist uralt,
Lange bilden sich an Bratständen Schlangen.
Da steht man wartend, unterhält sich halt,
Noch keiner ist frustriert weggegangen.

Genussreich werden beim Bier sie verzehrt,
Diese einmaligen, ganz besonderen Würste,
Und mancher kauft, was der Handel verehrt:
Ein paar Strümpfe, vielleicht eine Bürste.

Tonnenweise werden die Würste verspeist,
Zwei Wochen geht das große Spektakel.
So mancher ist nur deshalb hergereist,
Weil Genussfreude sein Gen im Orakel.

©Hans Hartmut Karg
2026

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Informationen zum Gedicht: In den Meßgärten

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16.06.2026
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Hans Hartmut Dr. Karg) für private Zwecke frei verwendet werden. Hier kommerzielle Anfrage stellen.