Immer war ich eingebunden

Ein Gedicht von Hans Hartmut Dr. Karg
Immer war ich eingebunden

Immer war ich eingebunden
In die Zeit mit lieben Eltern.
So kamen wir über die Runden:
Nach dem Krieg gab’s wenig zu keltern.

Alljährlich hackte ich Hartholz,
Zehn Ster gekauft und dann gesägt.
Sie waren auf mich immer stolz,
Aufs Sparen war alles ausgelegt.

Auch fuhr ich manchen Kasten Bier
Zu Kunden mit dem Handwagen,
Bewirtete Gäste im Garten mir,
Diskutierte mit ihnen, stellte Fragen.

Das Futter für Hasen besorgte ich,
Von Brachflächen holte ich Steinklee.
Auch im Winter engagierte ich mich
Und räumte jährlich noch viel Schnee.

Später half ich wöchentlich der Mutter
Bei Abrechnungen der Toto-Lotto-Stelle,
Goss Beete, kaufte Milch und Butter,
Sortierte Bücher der Leihbüchereistelle.

Dennoch war meine Kindheit ein Traum,
Ich konnte lesen, mit Freunden spielen,
Mit Verwandten mich treffen im Familienraum,
Musste niemals nach etwas Besserem schielen.

©Hans Hartmut Karg
2026

*

Informationen zum Gedicht: Immer war ich eingebunden

02.10.2026
7 mal gelesen
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Hans Hartmut Dr. Karg) für private Zwecke frei verwendet werden. Hier kommerzielle Anfrage stellen.