Im Atem der See

Ein Gedicht von Claudia Behrndt
Wenn Wellen tragen weit und still,
die See sich neigt nach ihrem Will.
Das Boot es schaukelt sanft und sacht,
die Zeit versinkt in tiefer Nacht.

Die Möwen ziehen am Himmel klar,
ihr Ruf klingt nah und wunderbar.
Die Sonne glüht auf Wasserhaut,
ein Silberband, das leise taut.

Und wer hier steht, spürt tief im Herz,
wie Wellen tragen Freude, Schmerz.

Die See sie atmet, tief und weit,
als wär sie selbst voll Ewigkeit.
Sie flüstert Namen, die man kennt,
schickt sie heim, wohin man brennt.

Die Wogen tanzen, singen Lieder,
mal schnell, mal leise, immer wieder.
Sie tragen Freude, Traum und Mut
und malen Licht in jede Flut.

Wer lauscht, wird Teil von Ihrem Spiel,
das sanft wiegt Herz und stillt das Ziel.
Die Welt ist groß, das Boot ist klein,
doch Wellen lassen uns nie allein.

© Claudia Behrndt

Informationen zum Gedicht: Im Atem der See

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25.03.2026
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