Ich putz! (irgendwie)

Ein Gedicht von Claudia Behrndt
Ich habs beschlossen, heute früh:
Ich putz die Wohnung - welche Müh!
Ich schnapp den Lappen, voll von Mut
und mach erstmal Kaffee. Der ist gut.

Der Staubsauger brummt, ich seufze laut,
weil mir der Lärm den Tag versaut.
Ich schieb ihn hin, ich schieb ihn her -
der Staub liegt danach genauso schwer.

Das Sofa rück ich kurz beiseit´,
was drunter liegt, erschreckt mich weit:
Zwei Socken, Staub und altes Brot -
ich schieb es schnell zurück. Schon tot.

Dann klingelt kurz mein Handy - pling!
Ich schau nur kurz, was da so ging.
Zwei Stunden später, halb vier -
das Putzen wartet noch auf mich hier.

Die Küche? Kommt bestimmt noch dran,
vielleicht nach dem, was ich grad plan.
Erst Mittagspause, dann vielleicht -
mal sehn, obs heute noch ausreicht.

Am Abend lieg ich, müd und froh,
die Wohnung sieht aus - naja, so.
Ich denk: "Ich habs versucht - das zählt!"
und schlaf, bevor mich das Gewissen quält.

Wer putzt, hat Recht - doch wer´s verschiebt,
hat mehr vom Tag, den er so liebt. :-)

© Claudia Behrndt
11.04.2026

Gewidmet allen, die den Besen lieber
anschauen als zu benutzen :-)

Informationen zum Gedicht: Ich putz! (irgendwie)

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12.04.2026
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