Ich habe das Glück gefunden

Ein Gedicht von Ernestine Freifrau v
Eigentlich bin ich nicht mal ein Glückskind,
aber trotzdem ich immer viel davon find(e).
Mittwoch bin ich mal nach acht Stunden
aufgewacht.
Trotz schlechter Wetterlage sah ich,
wie an meinem Fenster die Sonne lacht.

Ich dachte, jetzt hat mich das Glück gefunden.
Gut gelaunt machte ich früh ein paar Runden.
Zwischendurch rief mich noch eine Freundin an,
Sie sagte: ,,Mach dir mal keine Sorgen,
den Lackschaden am Auto macht mein Mann.“

So viel Glück am Morgen hatte ich noch nie,
mit meinen Ohren hörte ich sogar
eine Glücksmelodie.
Mein Tinnitus war fast verschwunden,
aus Dankbarkeit machte ich noch drei Runden.

Während der letzten Runde traf ich noch Hein,
von dem wusste Jeder, der ist oft sehr gemein.
Heute lächelte der mich aber freundlich an,
er verkündete mir lauthals, ab Montag
würde er schaffen, bei Söhnle & Mann.

Mich hat der heute nicht mal angekläfft,
denn er will sein Glück finden,
im großen Waffengeschäft.
Angeblich würde es seinem Sohn auch
gut gehen,
der wird nun bei der Bundeswehr noch
mehr Feinde erspähen.

Dieser Herren Glück lässt sich der Staat
sehr viel Steuergelder kosten.
Für unseren Wohlstand haben wir zum Glück
die Russen im Osten.
Mit Rassismus und Hass und mehr Milliardären
geht's nun richtig bergauf.
Das Glück mit Kinderarmut und Rentner Elend
nimmt nun seinen revolutionären Verlauf.

(c) Ernestine Freifrau von Mollwitz
22.02.2026


mageba

Informationen zum Gedicht: Ich habe das Glück gefunden

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25.02.2026
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