Hartz‑4 – Ein Stempel auf der Seele (Song)

Ein Gedicht von Horst Bulla
[Strophe 1]
Er glaubt, er wurde frei geboren,
ein junger Mensch in diesem Land.
Doch seine Zukunft ist schon längst
staatlich verplant, von langer Hand.
So wie das Leben seiner Eltern,
der Vorfahren und Ahnen –
nicht von Gottes oder Schicksals Hand,
nein, von Systemen, die uns lenken.

Kapital, Eliten, Regierungen, Bosse,
Konzerne, Banken, Vaterland.
So wie einst Könige und Kaiser
ihre Schatzkammern füllten –
auf Kosten eines stillen Volks,
das kaum noch Hoffnung fand.

[Strophe 2]
Ein junger Mensch, schon als Kind
staatlich legalisiert zum Zahlen.
Sein Taschengeld, bei jedem Kauf,
bei Kino, Spiel und jedem Ausflug –
vom Staat und von Konzernen
abgezockt und dreist beraubt.
Ein Leben, das schon früh erzählt,
wie man den kleinen Mann ausraubt.

[Zwischengesang]
Ooooh… ein System, das keine Ethik,
keine Fürsorge, keinen Schutz mehr kennt.
Kinder werden skrupellos beraubt,
und trotzdem nennt man’s „Demokratie“ –
ein trügerischer Schein.

[Strophe 3]
Ein Hartz‑4‑Staat, der Jugend fesselt,
sie an die Ketten des Staates legt.
Freiheit wird ihnen still genommen,
durch Sanktionen, die man pflegt.
Ein‑Euro‑Jobs, Minijobs,
unbezahlte Praktika, Sozialstunden –
Hungerlöhne, staatlich verkauft
in Leih‑ und Zeitarbeit.

[Zwischengesang]
Freie Berufswahl – oder doch
nur staatliche Entmündigung?
Ein Staat, der uns die Rechte nimmt,
und ein Volk, das wehrlos schweigt.

[Zwischengesang]
Hartz‑4… ein Stempel auf der Seele.
Armutsrente – Staates Dank.
Für Arbeit, Steuern, dicke Gehälter,
für Diäten, Macht und Rang.
Ein Leben lang dem Staat gedient –
und doch bleibt man am Ende krank.

[Strophe 4]
Kapitalismus – ein System,
das jede junge Freiheit nimmt,
bevor sie wachsen kann.
Lobbyisten in den Regierungen,
die brav den Herren dienen,
nicht dem Volk, das sie einst wählte.

Freie Wahlen – nur eine Farce.
Wen darf das Volk denn wirklich wählen?
Warum keinen Kanzler, keinen Minister,
keinen Abgeordneten?
Weil Eliten im Hintergrund
die Fäden ziehen und bestimmen,
wer für sie die Macht erhält.

[Strophe 5]
Ein junger Mensch in diesem Land,
dessen Zukunft längst verplant.
In Kitas, Schulen, Universitäten
wird der Grundstein dafür gelegt.
Das Hirn gelenkt zu braven Dienern,
Marionetten, Arbeitstieren –
Steuerzahlern, Konsumenten,
die teuer leben, teuer zahlen,
und schuften, ohne laut zu klagen.

Regierungen, Eliten, Bosse, Konzerne
mehren ihren Reichtum weiter –
und das Volk – bleibt still daneben stehen.

[Final-End]
Demokratie und Freiheit –
nur leere Worte, trügerischer Schein.
Zahlst du keine Steuern, keine Zwangs‑GEZ,
wehrst dich gegen Arbeitgeber, Hartz‑4,
Ein‑Euro‑Jobs, Praktika, Hungerlöhne –
spürst du die Härte dieses Staates.
Freiheit – nur ein Wort im Wind.
Demokratie – ein schöner Schein.
Worte, die dich – an Staates Ketten legen…
weil sie nur leere Worte sind.

© Horst Bulla

https://youtu.be/dpYx78DG1lw

Informationen zum Gedicht: Hartz‑4 – Ein Stempel auf der Seele (Song)

26.10.2026
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