Handys sind überall
Ein Gedicht von
Doris Grevesmühl
Wenn ein Arztbesuch ist angesagt,
man erst nach einem Termin fragt,
da auch Ärzte sind knapp,
freut man sich, wenn es hat geklappt.
Ist man vor Ort, heißt es warten,
bis die Behandlung kann starten.
Im Wartezimmer ist fast alles belegt,
nur ein leerer Stuhl noch dasteht,
hat man Platz genommen, denkt man sich,
geredet wird hier nicht,
Gespräche sind wohl out,
denn fast jeder aufs Handy schaut,
also wartet man still darauf,
dass die Schwester ruft einen auf.
Wenn die Untersuchung beendet ist,
verabschiedet man höflich sich,
denn es wollte zwar niemand reden,
aber sagen müsste man jedem:
„Hört einmal her und merkt euch das,
auch ohne Handy macht das Leben Spaß“
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