grenzenlos
Ein Gedicht von
Marcel Strömer
Ich sehe in deine brennenden Augen
ein Gedicht des Unfassbaren,
das gleißende Lichtwort eines Wesens jenseits der Erde.
Die Flügel deiner Weisheit streifen mich,
Ernst sinkt in meine Seele
und erhebt sie.
Ich sehe die Sterne erzittern
in deiner Iris aus Gold und Himmelsglanz,
und selbst die tiefste Nacht des Dunkels
wird von deinem Licht besiegt.
Dein Blick ist gütig und barmherzig,
tragend und unzerbrechlich,
aus höherer Ordnung geboren.
Deine Liebe kennt keine Grenze,
sie löst Trennung im Ursprung.
Deine Brücken stehen fest und ewig,
unberührt vom Wandel der Welt,
aus Treue und Notwendigkeit errichtet.
Deine Worte sind Flammen,
dein Atem ein Zeichen der Unsterblichkeit,
Richter und Läuterer des Inneren.
Dein Trost ist Rettung,
ein triumphierendes Erheben
über alles Zerbrochene,
ein über allem stehender Sieg
über jeden Schmerz.
In dir bin ich freiwillig gefangen,
Fesseln der Wahrheit,
dieses Gebundensein atmet Freiheit.
Und in ihr erwächst Erkenntnis
still geboren aus der Tiefe der Seele,
als hätte das Unsagbare
selbst eine eigene Stimme gefunden.
Aus jedem menschlichen Leiden,
aus jedem Zweifel,
aus jedem erzwungenen Verstummen
ringt sich der unsagbarer Jubel der Menschheit empor
grenzenlos -
bis er die fernsten Winkel des Kosmos berührt,
dort niemals mehr endet,
und sich in Ewigkeit verwandelt.
© Marcel Strömer
[Magdeburg, 18.05.2026]
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