Goldene Zeit

Ein Gedicht von Hans Hartmut Dr. Karg
Goldene Zeit

Austauschen kann man Menschen immer,
Zumindest mit ihren Funktionen.
Doch ist das eigentlich nicht schlimmer:
Zu geißeln sie und nicht zu schonen?

Wenn nun die Bundeskanzlerin,
Die erste, weiblich von Gestalt,
Langsam geht auf ihr Ende hin,
Wird mir nun doch ein wenig kalt.

Sie hat in diesen Goldenen Jahren
Nun wirklich viel hervorgebracht:
Die Blütezeit, trotzdem zu sparen,
Gehandelt wirklich mit Bedacht.

Erfindungen gab es da reichlich,
Die Arbeitslosigkeit gesenkt,
Wohlstand gehoben unvergleichlich,
Weil sie behutsam alles lenkt'.

Niemals gab es hier mehr Romane,
Die Dichtkunst kam zu großer Blüte!
Der Syrer und auch der Afghane,
Sie kamen, weil man sich bemühte,

Den Wohlstand nicht allein zu lassen
Mit denen, die da angestammt
Und nicht mit denen, die nur hassen,
Wo Sorge nur im eigenen Stand.

Sie geht und nichts wird dann mehr sein,
Wie wir es jahrelang genossen:
Regierung lag im Sonnenschein,
Abseits von allen Neidgenossen.


©Hans Hartmut Karg
2018

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Informationen zum Gedicht: Goldene Zeit

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31.10.2018
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Hans Hartmut Dr. Karg) für private Zwecke frei verwendet werden. Hier kommerzielle Anfrage stellen.
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