Geometrie und Natur

Ein Gedicht von Hans Hartmut Dr. Karg
Geometrie und Natur

Das Eckige, am Boden, flach,
Wartet schon auf die Regenrunde.
Ein Amselmännchen fliegt vom Dach
Gibt aufgewacht schon frühe Kunde,
Was es alles ausrichten soll,
Gesangsbegleitet vom Pirol.

Ecksteine, nackt und an den Grenzen
Weisen den Menschen feste Wege.
Libellen wollen oben glänzen,
Am Flüsschen, wo die vielen Stege;
Denn sie haben nur kurze Zeit
Und sind deshalb liebesbereit.

Dort sucht sich die Natur
Die runden, weichen Normen.
Sie überwächst die alte Spur
Und findet ihre eigenen Formen.
Gib darauf, Mensch, behutsam acht,
Damit auch Dir die Sonne lacht.


©Hans Hartmut Karg
2020

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Informationen zum Gedicht: Geometrie und Natur

12 mal gelesen
30.06.2020
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Hans Hartmut Dr. Karg) für private Zwecke frei verwendet werden. Hier kommerzielle Anfrage stellen.
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