Ein Sternenmaß der Guten

Ein Gedicht von Marcel Strömer
Selig sind die Friedensstifter
und selig ist ihr Tun.
Wie sie Segen regnen lassen
auf dürres Land der Herzen,
wie sie Mut zurufen
ohne Lärm und ohne Anspruch.

Sie säen Verständnis
mit geduldiger Hand,
sie pflegen andere aufopferungsvoll,
tragen fremdes Leid,
als wär es ihr eigenes.

Trotz vieler Gegenstimmen
lassen sie sich nicht beirren,
gehen tapfer durch schwere Zeiten,
über Stolpersteine des Zweifels,
und bleiben aufrecht
im Wind der Anfechtung.

Unsichtbar stehen sie an deiner Seite,
oh Gott,
und flüstern Worte der Liebe,
so leise,
dass nur die Hörenden sie vernehmen
doch stark genug, um zu tragen.

Sieh die Sterne am Himmel:
So zahlreich sind ihre Taten.
So viel Glanz brachten sie in die Welt,
so viel Sinn,
der still blieb und doch wirkte.

Und dennoch
stieß man sie in die Gräber
und verspottete sie.
Sie trugen die Lasten der Vielen,
die Wunden der Anderen,
und klagten nicht.

Zur rechten Stunde
fanden sie den guten Ton,
der mehr heilte
als laute Worte es vermocht hätten.

Manchmal
haben wir ihre Namen beinahe vergessen.
Doch im Guten, das wir heute sehen und hören,
lebt ihr Geist fort,
und in diesem Guten
ruht ihr Triumph.


© Marcel Strömer
[Magdeburg, 02.02.2026]

Informationen zum Gedicht: Ein Sternenmaß der Guten

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02.02.2026
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