Efeulaube

Ein Gedicht von Helga
Traurig sieht sie heute aus,
meine Laube dort am Teich,
hart getroffen vom Sturmgebraus,
der war weder mild noch weich.

Noch gestern warst du frisch und grün,
heut sind die Blätter welk gefallen,
der Nachtfrost ließ dich bitter spür`n,
dein Saft kam nicht mehr recht ins Wallen.

Dein Blätterschmuck war nur geliehen,
wie auch die stillen Träumereien,
sie durften einen Sommer blühen,
bis Winter kam, das Glück zu teilen.

Bist du der Blätter auch beraubt,
so habe Geduld, verzage nicht,
denn unter deinem welken Laub,
sind erste Sprossen schon in Sicht.

Bald zieht der Lenz durchs weite Land,
bringt dir das Immergrün zurück,
mit einem Farbenband zur Hand,
verzeiht er dir des Winters Blick.

Nun steht die kleine Laube da,
von frischem Grün umrankt,
und selbst eine Turteltaube nah,
gurrt leise ihren Dank.

Informationen zum Gedicht: Efeulaube

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25.02.2026
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